Das Phänomen Kartenlegen

Das Legen der Karten um die Zukunft zu erforschen ist so alt wie die Menschheit selbst. Selbst in der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise, da schon vor Christi Geburt, Menschen sich verschiedener Möglichkeiten der Zukunftsdeutung bedient haben. Wobei Kartenlegen, das in unserem Zeitalter wohl beliebteste Mittel ist.

 

Wie aber ist dieses Phänomen zu erklären, dass ein einfaches Kartenset, so eindeutige Hinweise auf unsere Zukunft liefert?

Die Antwort liegt in uns, oder dem Menschen, der die Karten befragt. Mit dem Kartenlegen verhält es sich wie mit den Träumen. In unseren Träumen drängt sich das Unbewusste ans Licht. Die Karten decken auf, was in unserem Unbewussten bereits schlummert und machen die Antwort auf unsere Fragen sichtbar. Jeder Mensch hat eine in ihm wohnende Intuition, die Signale sendet, was wir Erwachsenen jedoch heute kaum noch wahrnehmen. Dies liegt daran, dass wir nach unserer Kindheit mehr mit dem Verstand arbeiten, als auf unser Bauchgefühl zu hören. Kinder sprechen oft in Bildern. Sie sind noch nicht so zugeschüttet mit den Problemen des Lebens, und reagieren spontan nach ihrem Gefühl. Karten können uns helfen, die Signale unserer Seele zu sehen. Allerdings gibt es ein paar wichtige Regeln, die wir beim Kartenlegen beachten sollten, damit wir nicht in einem selbstgebauten Kartenhaus erwachen.

 

Mit den Karten kann man nahezu jede Frage beantworten.

In der Auslage eines großen Kartenbildes sind Tendenzen, Perspektiven, Ratschläge (wie gehe ich mit der Situation um), Ursachen und Hintergründe eines Problems, sowie die richtige Vorgehensweise, oder die beste Entscheidung zu erkennen. Ein unausweichliches Schicksal jedoch, steht in keinem Kartenbild. Sonst würde ja auch das Legen der Karten wenig Sinn machen. Immer ist mit der Aussage auch ein Weg verbunden, den die Karten uns mitteilen. Wir sind immer in der Lage, unser Schicksal zu beeinflussen. Gott hat uns mit einem freien Willen erschaffen, den wir auch einsetzen sollten.

 

Dazu ein Beispiel:

Ich lebe alleine und sehne mich nach einem neuen Partner. In der Kartenauslage ist nun eine Feier zu erkennen, auf der ich einen Mann kennen lernen werde. Entschließe ich mich jedoch, nicht zu dieser Feier zu gehen, dann kann ich diesen Mann nicht kennen lernen und habe somit mein Schicksal beeinflusst. Ebenso kann vielleicht eine Warnung in Bezug auf mein Auto oder meine Gesundheit im Kartenbild liegen. Bringe ich mein Auto in die Werkstatt, oder gehe ich zum Arzt und lasse mich durchchecken, dann habe ich wieder mein Schicksal in die Hand genommen. Und so sollte es auch sein. Wir sind für unser Leben verantwortlich, und die Karten können uns nur einen Weg aufzeigen, oder was uns auf unserem Weg begegnet. Allerdings können sie uns die Entscheidung nicht abnehmen, welchen Weg wir gehen sollen.

 

Es sollte auch nie so sein, dass wir den Tag nicht mehr beginnen, ohne die Karten zu befragen. Wir sollten uns immer vor Augen halten: Was kommt auf uns zu, und wie gehen wir damit um? Was können wir tun? Karten sind ein hervorragender Wegbegleiter, und wir können so manche Schwierigkeiten, die auf uns zukommen besser bewältigen, weil wir vorbereitet sind. Ebenso sollten wir Karten zu anderen Personen nur befragen, wenn wir ein berechtigtes Interesse haben, und wir mit dieser Person direkt in Verbindung stehen. Es kann auf keinen Fall in Ordnung sein, in das Leben eines anderen Menschen zu schauen, wenn er es nicht weiß und seine Zustimmung nicht gegeben hat. In diesem Fall sind die Aussagen schwammig und auf keinen Fall korrekt, da wir ja den eigenen Willen des Anderen und seine Privatsphäre verletzen würden. Es steht keinem Menschen zu, in das Leben eines anderen einzugreifen, ohne dessen Einverständnis. Oft ist es auch so, dass in diesen Bildern nur unsere Wünsche liegen, ähnlich einem Tagtraum, und sie zeigen auf keinen Fall die Realität.

 

 

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